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136 Rote Funken auf „Kulturmission“: Von der Zugspitze bis zum Oktoberfest

Alaaf trifft auf „Oans, zwoa“: Die Roten Funken starten zu einer außergewöhnlichen Manöverfahrt nach Bayern. 136 Mitglieder der Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V. reisen vom 18. bis 21. September nach Garmisch-Partenkirchen und München.

Dabei haben die Kölner ein bemerkenswertes Programm vor sich: In großer Uniform geht es auf die Zugspitze, 80 Rote Funken marschieren durch München und zum Abschluss steht sogar ein offizieller Empfang in der Bayerischen Staatskanzlei auf dem Programm.

Die Roten Funken sprechen selbst augenzwinkernd von einer „Kulturmission“.

Nach 71 Jahren zurück auf die Zugspitze

Der Ausflug auf Deutschlands höchsten Berg hat für das älteste Traditionskorps des Kölner Karnevals einen historischen Hintergrund.

Bereits 1955 standen Rote Funken in Uniform auf der Zugspitze. 71 Jahre später soll dieses Stück Korpsgeschichte wieder aufleben.

Am Samstag fahren die Funken mit Zahnrad- und Gletscherbahn hinauf. Auf 2.962 Metern ist am Gipfelkreuz ein gemeinsames Korpsfoto geplant.

Dabei soll auch der Grainauer Bürgermeister Stephan Märkl empfangen werden. Die Kölner Delegation bringt ein Geschenk sowie ein Grußwort aus Köln mit.

Anschließend führt die Reise über den Eibsee weiter nach München.

Treffen mit Kölner Karnevalisten in München

Dort wartet am Samstagabend bereits die nächste karnevalistische Begegnung.

Im Augustiner-Keller treffen die Roten Funken auf Mitglieder des Köln-Münchner-Karnevals-Vereins.

Damit wird aus der klassischen Korpsfahrt tatsächlich ein kleiner Austausch zwischen kölschem und bayerischem Brauchtum.

80 Rote Funken marschieren durch München

Der wohl spektakulärste Programmpunkt folgt am Sonntag.

Beim traditionellen Trachten- und Schützenzug in München ziehen rund 9.000 Teilnehmer durch die Innenstadt bis zur Theresienwiese.

Mittendrin sind 80 Rote Funken.

Als 32. Gruppe sollen die Kölner in großer Uniform mit dem Marsch der Roten Funken durch München ziehen. Die übrigen Mitglieder der Kölner Delegation verfolgen den Zug von reservierten Tribünenplätzen am Odeonsplatz.

Die Strecke hat es dabei durchaus in sich: Rund sieben Kilometer müssen die Teilnehmer zurücklegen.

Der Trachten- und Schützenzug wird zudem live im Fernsehen übertragen.

Danach geht es gemeinsam aufs Oktoberfest

Nach dem Zieleinlauf auf der Theresienwiese ist für die Kölner allerdings noch lange nicht Schluss.

Für alle 136 Roten Funken sind gemeinsame Plätze im Mittelschiff des Schottenhamel-Festzeltes reserviert.

Dort dürfte dann endgültig die Frage geklärt werden, wie gut Kölsch und bayerisches Brauchtum zusammenpassen.

Am späten Nachmittag heißt es für die Funken zunächst: Uniform aus. Wer anschließend noch genügend Kondition besitzt, kann am Abend in Lederhose oder ziviler Tracht erneut auf die Wiesn ziehen.

Empfang in der Bayerischen Staatskanzlei

Bevor die Roten Funken am Montag zurück nach Köln fahren, bekommt die Manöverfahrt sogar noch einen offiziellen Abschluss.

Eine Delegation wird am Vormittag zu einem Empfang durch die Bayerische Landesregierung in der Bayerischen Staatskanzlei erwartet.

Auch dort treten die Roten Funken als Vertreter ihrer Heimatstadt und des kölschen Brauchtums auf.

Danach geht es zurück an den Ausgangspunkt der viertägigen Reise: die Kölner Ulrepforte.

Damit führt die diesjährige Manöverfahrt die Roten Funken innerhalb von vier Tagen vom heimischen Köln auf Deutschlands höchsten Berg, durch einen der größten Trachtenzüge der Welt, auf das Oktoberfest und schließlich in die Bayerische Staatskanzlei.

Oder, wie es im Reiseprogramm der Funken für die Rückkehr nach Köln heißt: „Dä, mer sin widder do!“