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Allergischer Schock: Köbes-Underground-Frontmann fällt vor großem Köln-Konzert aus

Ausgerechnet vor einem der wichtigsten Auftritte des Jahres musste Köbes Underground ohne seinen Frontmann auskommen: Ecki Pieper ist nach einem allergischen Schock ins Krankenhaus gekommen und konnte beim großen Konzert der Stunksitzungs-Hausband im Kölner Tanzbrunnen nicht auf der Bühne stehen.

Für die übrigen Musiker bedeutete das kurzfristig: Programm ändern, Ersatz organisieren und improvisieren.

Und das vor rund 2.800 Fans.

Allergischer Schock vor Konzert in der Kulturkirche

Begonnen hatte die ungeplante Ausnahmesituation bereits am Dienstagnachmittag.

Ecki Pieper musste wegen eines allergischen Schocks ins Krankenhaus. Noch am selben Abend sollte Köbes Underground im Rahmen seiner „Loss mer singe“-Tour in der Kölner Kulturkirche auftreten.

Absagen wollte die Band nicht.

Stattdessen sprangen unter anderem Stunksitzungspräsidentin Biggi Wanninger und Bassist Josef Piek ein. Piek ist bereits seit 2004 als Musiker und musikalischer Autor für die Kultformation tätig.

Auch beim zweiten Konzert in der Kulturkirche am Mittwoch musste die Band in dieser ungewöhnlichen Besetzung antreten.

Ausgerechnet der Höhepunkt des Jahres

Besonders bitter war der Zeitpunkt des Ausfalls.

Am Freitag, 4. September, stand das traditionelle Open-Air-Konzert von Köbes Underground im Tanzbrunnen an. Für die Band ist dieser Auftritt seit vielen Jahren einer der Höhepunkte des gesamten Konzertjahres.

Knapp 30 Titel hatte die elfköpfige Formation für das Programm vorbereitet.

Köbes Underground ist dabei für deutlich mehr als klassische kölsche Musik bekannt. Die Band nimmt bekannte Pop- und Rockhits, versieht sie mit neuen Texten und kombiniert das Ganze mit Comedy, politischen Spitzen und teilweise ziemlich schrägen Kostümen.

Genau diese Mischung macht die Gruppe seit Jahrzehnten zu einem der Markenzeichen der alternativen Kölner Karnevalsszene.

2.800 Fans feiern trotzdem im Tanzbrunnen

Auch ohne Ecki Pieper wurde das Konzert nicht abgesagt.

Vor rund 2.800 Besucherinnen und Besuchern zog Köbes Underground das Programm im Tanzbrunnen durch. Dabei mussten die Musiker Aufgaben neu verteilen und einzelne Nummern entsprechend umbauen.

Für die Band waren es damit außergewöhnliche Tage, in denen Improvisation nicht nur Bestandteil der Bühnenshow war, sondern plötzlich auch hinter den Kulissen notwendig wurde.

Hausband der Stunksitzung seit 1988

Köbes Underground gehört seit 1988 fest zur Kölner Stunksitzung und ist längst auch außerhalb der eigentlichen Karnevalssession erfolgreich.

Das Konzept ist bis heute ungewöhnlich: Bekannte Melodien werden zu kölschen Coverversionen oder respektlosen Parodien auf Politik, Gesellschaft, Karneval und Prominenz umgebaut.

Nach dem Tanzbrunnen-Konzert beginnt für die Band normalerweise schon wieder die nächste intensive Phase.

Dann geht es an die Vorbereitung des neuen Programms für die kommende Stunksitzung.

Diesmal dürfte bei Köbes Underground zunächst allerdings etwas anderes wichtiger sein: dass Frontmann Ecki Pieper sich vollständig von seinem allergischen Schock erholt und bald wieder gemeinsam mit seinen Bandkollegen auf der Bühne stehen kann.