Wer einmal Prinz, Bauer oder Jungfrau im Kölner Dreigestirn war, bleibt dem Fastelovend meist ein Leben lang verbunden. Rund 100 ehemalige Tollitäten sind in der Traditionsgemeinschaft der Prinzen, Bauern und Jungfrauen im Kölner Karneval organisiert – und die hat jetzt eine neue Führung.
An der Spitze steht künftig Wolfgang Heckner. Der ehemalige Kölner Prinz der Session 2004 übernimmt das Präsidentenamt von Konstantin Brovot.
Zum neuen Vorstand gehören außerdem René Sion als Vizepräsident, Thomas Elster als Schriftführer und Norbert Hasbach als Kassenwart.
Heckner will Tradition bewahren – und Neues wagen
Mit dem Wechsel an der Spitze soll sich die 1928 gegründete Traditionsgemeinschaft weiterentwickeln, ohne ihre Wurzeln aus den Augen zu verlieren.
Wolfgang Heckner kündigte an, einiges neu gestalten zu wollen. Gleichzeitig soll bewahrt werden, was die Gemeinschaft seit Jahrzehnten auszeichnet. Besonders wichtig sei dem neuen Vorstand der Zusammenhalt über Generationen und frühere Ämter hinweg.
Ein erstes deutliches Zeichen dafür setzte die neue Führung bereits bei einem gemeinsamen Treffen ehemaliger Kölner Dreigestirne.
Über den Dächern Kölns kamen zahlreiche frühere Prinzen, Bauern und Jungfrauen zusammen. Mit dabei war auch ein ganz besonderer Gast: Oskar Hamacher, der bereits in der Session 1960 als Kölner Bauer durch die Säle zog und damit zu den ältesten Mitgliedern der Gemeinschaft gehört.
Vereinigung besteht seit fast 100 Jahren
Die Traditionsgemeinschaft der Prinzen, Bauern und Jungfrauen wurde bereits 1928 gegründet. In ihr sind zahlreiche ehemalige Mitglieder des Kölner Dreigestirns organisiert.
Neben der Pflege des Brauchtums steht vor allem die Verbindung zwischen den verschiedenen Generationen der Kölner Tollitäten im Mittelpunkt.
Das wird in den kommenden Jahren noch einmal besondere Bedeutung bekommen: 2028 feiert die Traditionsgemeinschaft ihr 100-jähriges Bestehen.
Die Vorbereitungen auf dieses Jubiläum gehören damit zu den großen Aufgaben, die auf Wolfgang Heckner und sein neues Team warten.
Bis dahin lautet die Marschrichtung des neuen Präsidenten ganz kölsch: Tradition bewahren, Neues zulassen – und vor allem zesamme stonn.
