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Jecke auf vier Rädern: 105 Oldtimer rollen für krebskranke Kinder durch das Bergische Land

Wenn Karnevalisten ihre Uniform gegen den Fahrersitz tauschen und statt des Spielmannszugs historische Motoren zu hören sind, stehen in Köln die Fastelovends Classics an. Bei der mittlerweile 22. Ausgabe gingen am Sonntag, 30. August 2026, gleich 105 historische Fahrzeuge an den Start.

Unter dem Motto „Op veer Räder ent Glück“ führte die traditionelle Oldtimer-Rallye der Kölner Karnevalisten vom Rheinauhafen hinaus ins Bergische Land und anschließend zurück nach Köln.

Und ganz nebenbei kam dabei auch noch eine schöne Summe für den guten Zweck zusammen.

35 Karnevalsvereine auf Tour

Insgesamt waren Teilnehmer aus 35 Karnevalsvereinen dabei. Organisiert werden die Fastelovends Classics gemeinsam von den Altstädtern Köln 1922 und der Kölner Narren-Zunft von 1880.

Um 10 Uhr setzte sich das Starterfeld im Kölner Rheinauhafen in Bewegung. Rund 180 Kilometer lagen vor den Teilnehmern.

Zur Mittagszeit legten die Teams einen Zwischenstopp an Holsteins Mühle in Nümbrecht ein. Anschließend ging es wieder Richtung Domstadt, wo die Rallye auf der Kölner Galopprennbahn endete.

Vom Ford Model A bis zum Citroën 2CV

Auch für Oldtimer-Fans gab es einiges zu sehen.

Das älteste Fahrzeug im Starterfeld war ein Ford Model A Speedster aus dem Jahr 1930. Daneben waren unter anderem ein Austin Healey 100/4 BN1 aus dem Jahr 1953, ein Porsche 356 Pre A Speedster, ein Jaguar XK 140 aus dem Jahr 1954 und ein Mercedes-Benz 300 SE Cabriolet von 1965 unterwegs.

Bei der Fahrzeugwertung setzte sich schließlich ein Mercedes-Benz 280 S durch. Ein Citroën 2CV landete auf Rang zwei, Platz drei ging an einen Fiat X1/9.

Doch nicht nur die Fahrzeuge wurden bewertet.

Den Gesamtsieg bei den Teams holten Gabi und Ingo Sieger aus dem Reservekorps der Altstädter. Auf Platz zwei folgten André Melchior und Leondro Di Modica mit Hannes aus dem Altstädter Tanzkorps. Rang drei ging an Jutta Hanisch und Veit Kausemann aus dem Reiterkorps.

2.222 Euro für krebskranke Kinder

Die vielleicht wichtigste Zahl des Tages war allerdings keine Platzierung.

Im Rahmen der Veranstaltung kamen 2.222 Euro für „Dat Kölsche Hätz“ zusammen. Das Geld geht an den Förderverein für krebskranke Kinder Köln.

Damit zeigten die Fastelovends Classics einmal mehr, dass der Kölner Karneval auch außerhalb der eigentlichen Session funktioniert – und sich dabei Brauchtum, gemeinsames Hobby und soziales Engagement ziemlich gut miteinander verbinden lassen.

Oder anders gesagt: Fastelovend braucht manchmal weder Bühne noch Sitzungssaal. Gelegentlich reichen auch 105 alte Schätzchen, ein voller Tank und jede Menge kölsches Hätz.