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Bandbus in Flammen: Nachwuchsband BrassGazz verliert Instrumente und Technik

Ein Schock für die junge rheinische Brassband BrassGazz: Auf der Rückfahrt von einem Auftrittswochenende ist der Transporter der Gruppe auf der Autobahn in Flammen aufgegangen. Die Musiker konnten sich rechtzeitig aus dem Fahrzeug retten – doch Bus, Instrumente und ein großer Teil der Bühnentechnik wurden zerstört.

Jetzt bittet die Nachwuchsband um Unterstützung, damit sie möglichst schnell wieder auf die Bühne zurückkehren kann.

Plötzlich roch es im Bandbus nach Feuer

Passiert ist das Unglück bereits am Abend des 13. September 2026.

BrassGazz war auf dem Rückweg vom Straßenmusikfestival in Würzburg. Dort hatte die junge Formation innerhalb von drei Tagen acht Auftritte absolviert.

Auf der A3 bemerkten die Musiker plötzlich einen ungewöhnlichen Geruch im Fahrzeug.

Als ein Bandmitglied in den Laderaum schaute, waren dort bereits Flammen zu sehen.

Der Fahrer brachte den Transporter in Höhe Idstein auf den Standstreifen. Die sieben Insassen konnten das Fahrzeug verlassen, bevor sich das Feuer weiter ausbreitete.

Kurz darauf stand der Transporter vollständig in Flammen.

Die Feuerwehr rückte mit mehreren Fahrzeugen an. Retten konnte sie den Bandbus allerdings nicht mehr.

Das Wichtigste: Alle Insassen blieben unverletzt. Ein Musiker ließ sich vorsorglich ärztlich untersuchen, auch bei ihm konnte anschließend Entwarnung gegeben werden.

Instrumente und komplette Technik zerstört

Für BrassGazz ist der materielle Schaden dennoch enorm.

Im Laderaum befand sich praktisch die komplette Ausstattung der jungen Band. Unter anderem gingen Mischpult, Funktechnik, Instrumente und weiteres Equipment in den Flammen verloren.

Auch der Transporter selbst ist ein Totalschaden.

Besonders bitter: Die jungen Musiker hatten sich ihre professionelle Ausstattung nach eigenen Angaben erst nach und nach erarbeitet und zusammengespart.

Nun fehlt nicht nur die Technik.

Durch den Brand mussten bereits Auftritte abgesagt werden. Damit kommen zu den Kosten für neue Instrumente, Technik und Transportmöglichkeiten auch Einnahmeausfälle hinzu.

Die Ursache des Feuers ist bislang nicht bekannt.

BrassGazz startet Spendenaktion

Um möglichst schnell wieder auftreten zu können, hat die Band inzwischen eine eigene Spendenaktion gestartet.

Das Ziel liegt bei 16.000 Euro. Schon kurz nach dem Start kamen mehrere Tausend Euro zusammen.

Mit dem Geld sollen unter anderem zerstörte Instrumente ersetzt oder repariert, neue Technik angeschafft und zusätzliche Transportkosten aufgefangen werden.

Die Band macht deutlich, dass für die jungen Musiker nicht nur der finanzielle Verlust schmerzt. Viele der zerstörten Gegenstände waren die ersten professionellen Instrumente und technischen Geräte, die sich die Gruppe gemeinsam erarbeitet hatte.

Nachwuchs aus besonderer Bonner Talentschmiede

BrassGazz besteht aus elf jungen Musikerinnen und Musikern und wurde am Kardinal-Frings-Gymnasium in Bonn-Beuel gegründet.

Der Name der Schule dürfte vielen Fans der rheinischen Musikszene bekannt vorkommen.

Auch Querbeat, Druckluft und Knallblech haben dort ihre musikalischen Wurzeln.

BrassGazz gehört zur nächsten Generation dieser außergewöhnlichen Nachwuchsschmiede.

Die Musiker sind zwischen 15 und 19 Jahre alt und verbinden Brass-Sound unter anderem mit Rap sowie Einflüssen aus Rock, Pop und Techno.

Seit der Gründung ist die Band zunehmend auf Bühnen im Rheinland und darüber hinaus unterwegs.

Bereits 2024 gewann BrassGazz beim Straßenmusikfestival in Würzburg den „Zasterklang Award“ als bester musikalischer Act unter mehr als 80 internationalen Künstlerinnen und Künstlern.

Jetzt soll es zurück auf die Bühne gehen

Der Brand trifft die Band damit ausgerechnet in einer Phase, in der BrassGazz immer mehr Auftritte bekommt und sich auch in der rheinischen Karnevalsszene einen Namen macht.

Aufgeben kommt für die jungen Musiker allerdings nicht infrage.

Mit der Spendenaktion soll nun möglichst schnell neues Equipment finanziert werden, damit BrassGazz wieder auftreten kann.

Das Ziel der Band ist entsprechend klar: Der Sound aus Bonn soll nicht verstummen.