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Nur 91 Tage Fastelovend: Köln steht vor einer der kürzesten Sessionen

Kaum hat der Fastelovend richtig angefangen, ist er auch schon wieder vorbei: Die Karnevalssession 2026/27 wird mit nur 91 Tagen ungewöhnlich kurz. Vom Sessionsauftakt am 11. November bis Aschermittwoch am 10. Februar liegen gerade einmal 13 Wochen. 

Für Bands, Redner, Gesellschaften und insbesondere das neue Kölner Dreigestirn bedeutet das: volles Programm in besonders kurzer Zeit.

Der Kalender macht den Jecken einen Strich durch die Rechnung

Schuld an der kurzen Session ist nicht etwa eine Entscheidung des Festkomitees, sondern schlicht der Kalender.

Während der Beginn der Karnevalssession mit dem 11. November feststeht, richtet sich ihr Ende nach Ostern. Aschermittwoch liegt 46 Tage vor Ostersonntag – und Ostern fällt 2027 bereits auf den 28. März.

Deshalb ist am 10. Februar 2027 schon wieder alles vorbei. Rosenmontag wird entsprechend früh am 8. Februar gefeiert. 

Zum Vergleich: In der Session 2027/28 können die Jecken bereits 111 Tage feiern. 2029/30 werden es sogar 115 Tage sein.

Nur 33 Tage für Prinz Marius I., Bauer Alex und Jungfrau Johanna

Besonders deutlich bekommt das designierte Kölner Dreigestirn die kurze Session zu spüren.

Prinz Marius I., Bauer Alex und Jungfrau Johanna von der Kölner Narren-Zunft werden am 8. Januar 2027 proklamiert. Bereits einen Monat später steht am 8. Februar Rosenmontag auf dem Programm.

Damit bleiben dem Trifolium lediglich 33 Tage im Ornat. In diese kurze Zeit sollen weit mehr als 400 Termine passen. 

Für Marius Wallenborn, Alexander Hagen und Maximilian Roth dürfte die Session damit zu einem echten Marathon im Sprinttempo werden.

Auch Bands und Redner erwartet ein strammes Programm

Nicht nur das Dreigestirn bekommt den engen Kalender zu spüren. Für die zahlreichen kölschen Bands, Redner und Künstler konzentrieren sich Auftritte bei Sitzungen und anderen Veranstaltungen auf einen besonders kurzen Zeitraum.

Vor allem zwischen der Proklamation Anfang Januar und dem Straßenkarneval Anfang Februar dürften die Terminkalender entsprechend voll werden.

Dabei ist die kommende Session noch nicht einmal Rekordhalter.

Die bislang kürzeste Session gab es 1912/13 mit lediglich 86 Tagen. Auch 2007/08 war nach 87 Tagen Schluss. Die längste der kommenden Jahre wartet dagegen 2037/38 auf die Jecken: Dann liegen zwischen dem 11.11. und Aschermittwoch stolze 119 Tage

Für Köln heißt es 2026/27 also: Jede jecke Minute nutzen – denn nach 91 Tagen ist schon wieder Aschermittwoch.