Was für eine Kulisse für einen runden Bandgeburtstag: Brings haben ihr 35-jähriges Bestehen mit rund 5.000 Fans direkt vor dem Kölner Dom gefeiert.
Am Samstagabend, 5. September 2026, verwandelte sich der Roncalliplatz in eine riesige kölsche Open-Air-Bühne. Rund zweieinhalb Stunden blickte die Band musikalisch auf ihre Geschichte zurück – und hatte gleich mehrere Überraschungen für das Publikum vorbereitet.
Mit dabei waren unter anderem Stefan Raab, Florian Silbereisen und Cat Ballou.
Stefan Raab bei „Superjeile Zick“
Einer der Höhepunkte des Abends war der überraschende Auftritt von Stefan Raab.
Der Entertainer kam bei einem der wichtigsten Songs der Brings-Geschichte auf die Bühne: „Superjeile Zick“.
Die Verbindung zwischen Raab und Brings reicht weit zurück. Raab kennt Keyboarder Kai Engel bereits seit Kindertagen und war auch an der Entstehung des Songs beteiligt, mit dem Brings Anfang der 2000er-Jahre endgültig den Sprung vom Kölschrock in die großen Karnevalssäle schafften.
Entsprechend groß war der Jubel, als Raab nun beim Jubiläum selbst mit auf der Bühne stand.
Florian Silbereisen sorgt für nächste Überraschung
Damit war die Liste prominenter Gäste noch längst nicht komplett.
Auch Florian Silbereisen tauchte überraschend auf dem Roncalliplatz auf.
Gemeinsam mit Brings spielte er „Polka, Polka, Polka“ – und sorgte damit für eine Kombination, mit der wohl nur wenige der Fans vor dem Dom gerechnet hatten.
Cat Ballou präsentieren gemeinsamen Song
Deutlich näher liegt dagegen die Zusammenarbeit mit Cat Ballou.
Die Band kam ebenfalls auf die Bühne und präsentierte gemeinsam mit Brings den gerade erst veröffentlichten Titel „Immer för immer“.
Der Song ist eine Besonderheit für die kommende Session: Erstmals gehen zwei der großen kölschen Bands gemeinsam mit demselben Sessionslied durch den Fastelovend.
Nur einen Tag nach der offiziellen Veröffentlichung bekam der Titel vor dem Dom damit gleich eine ziemlich eindrucksvolle Bühne.
35 Jahre zwischen Rock und Fastelovend
Gegründet wurde Brings 1990 zunächst als Rockband.
Peter und Stephan Brings, Harry Alfter, Christian Blüm und später Keyboarder Kai Engel entwickelten einen Sound, der mit dem heutigen Bild der Band zunächst wenig gemeinsam hatte.
Mit Titeln wie „Superjeile Zick“, „Poppe, Kaate, Danze“, „Halleluja“, „Polka, Polka, Polka“ oder „Su lang mer noch am Lääve sin“ wurde Brings schließlich zu einer der erfolgreichsten Bands der kölschen Musik und zu einer festen Größe im Kölner Karneval.
Genau diese unterschiedlichen Phasen der Bandgeschichte spiegelte das Jubiläumskonzert wider.
35 Jahre Brings in rund 150 Minuten.
Klare Botschaft gegen Rassismus
Bei Musik und Nostalgie beließ es die Band allerdings nicht.
Brings nutzten die große Bühne vor dem Dom auch für gesellschaftliche Botschaften und positionierten sich deutlich gegen Rassismus.
Das passt zu einer Band, die sich seit Jahren immer wieder öffentlich zu politischen und sozialen Themen äußert.
Auch der soziale Gedanke spielte beim Jubiläum eine Rolle. Im Umfeld des Konzerts wurde für das RTL-Kinderhaus am Kölnberg gesammelt, dessen Arbeit Peter Brings unterstützen möchte.
Kostenloses Konzert als Dankeschön
Eine Besonderheit des Abends war zudem der Eintrittspreis: Das Konzert war für die Fans kostenlos.
Insgesamt standen 4.999 Tickets zur Verfügung. Möglich wurde die Veranstaltung auch durch das 200-jährige Jubiläum der Sparkasse KölnBonn.
Brings hatten das Konzert bereits im Vorfeld ausdrücklich als Dankeschön an ihre Fans bezeichnet.
Und für einen solchen Dank hätte sich die Band wohl kaum eine symbolträchtigere Bühne aussuchen können.
35 Jahre Brings, knapp 5.000 Jecke, prominente Freunde und der Kölner Dom direkt im Rücken – viel kölscher kann ein Bandjubiläum kaum werden.
