Wenn zwei Stimmen zusammenkommen, die über Jahrzehnte den Sound Kölns mitgeprägt haben, darf man durchaus von einer besonderen kölschen Zusammenarbeit sprechen: Erry Stoklosa und Micky Brühl haben erstmals gemeinsam einen neuen Song aufgenommen.
Am 11. September 2026 erscheint „Loss mer singe (Hoffnung em Hätz)“. Und der Titel verrät bereits, worum es den beiden ehemaligen Frontmännern geht: um Hoffnung, Zusammenhalt und ein bisschen kölschen Optimismus in schwierigen Zeiten.
52 Jahre Bläck Fööss treffen auf 29 Jahre Paveier
Kaum zwei Musiker stehen stärker für die Geschichte der modernen kölschen Musik.
Erry Stoklosa gehörte unglaubliche 52 Jahre zu den Bläck Fööss. Micky Brühl wiederum war 29 Jahre Sänger der Paveier, bevor er 2012 die Gruppe verließ.
Jetzt machen die beiden Freunde gemeinsame Sache.
„Loss mer singe“ greift dabei einen Gedanken auf, der tief in der kölschen Mentalität verwurzelt ist: Auch wenn die Zeiten schwierig sind, darf die Hoffnung nicht verloren gehen.
Ganz im Sinne des kölschen Grundgesetzes: „Et hätt noch immer jot jejange.“
Ein Lied gegen schlechte Stimmung
Der neue Titel soll bewusst Zuversicht vermitteln.
Kriege, Krisen, politische Auseinandersetzungen und steigende Lebenshaltungskosten sorgen bei vielen Menschen für Unsicherheit. Brühl und Stoklosa wollen diesen Problemen mit ihrem Lied keine einfachen Lösungen entgegensetzen.
Stattdessen geht es darum, die Freude am Leben nicht zu verlieren und sich gerade in schwierigen Zeiten gegenseitig Halt zu geben.
Zusammenhalt, Geselligkeit und gemeinsames Singen stehen deshalb im Mittelpunkt des Songs.
Aus dem Duo wird ein großer Chor
Bei zwei prominenten kölschen Stimmen bleibt es allerdings nicht.
Während der Arbeit am Song entstand die Idee, immer weitere Sängerinnen und Sänger hinzuzunehmen und den Titel dadurch Stück für Stück größer werden zu lassen.
Unterstützt werden Stoklosa und Brühl vom Männerchor Kölsche Südkehlchen, vom Schulchor der Katholischen Hauptschule Großer Griechenmarkt sowie von Gospelsängerin Deborah Woodson.
Damit entwickelt sich der Titel stellenweise von einem Duett zu einem großen Gemeinschaftssong.
Musikvideo im kölschen Brauhaus
Natürlich darf bei einer neuen Köln-Hymne auch die passende Kulisse nicht fehlen.
Das Musikvideo wurde mit zahlreichen Mitwirkenden im traditionsreichen Brauhaus „Em Kölsche Boor“ am Eigelstein gedreht.
Gerade das gemeinsame Singen soll dabei die Botschaft des Liedes transportieren: Auch wenn Probleme dadurch nicht verschwinden, können Gemeinschaft und Musik zumindest für einige Momente dafür sorgen, dass sie in den Hintergrund treten.
Am 11. September können sich die Fans selbst ein Bild davon machen.
Und angesichts der beteiligten Stimmen dürfte „Loss mer singe (Hoffnung em Hätz)“ anschließend auch gute Chancen haben, seinen Weg in die kölschen Kneipen und durch die kommende Karnevalssession zu finden.
