Traurige Premiere nach vielen Jahren! Der WDR streicht in diesem Jahr die Live-Übertragung der Karnevalssendung „Weiberfastnacht in den WDR Arkaden“
Lukas Wachten, der diese Sendung seit einigen Jahren moderiert hat, macht in einem Beitrag bei Facebook seinem Ärger darüber Luft und erhält viel Zustimmung.
Die Streichung der beliebten Sendung ist ein weiterer Höhepunkt der Streichungen von karnevalistischem und kölschem Kulturgut im WDR.
So waren in den vergangenen viele Institutionen nach und nach aus dem Programm verschwunden, sehr zum Ärger der Zuschauer.
Einer der traurigen Höhepunkte war die Streichung der Übertragungen aus dem Millowitsch-Theater im Jahre 2016, vorher war dies 63 Jahre fester Bestandteil des WDR-Programms.
Beinahe zeitgleich wurde auch das Hänneschen-Theater aus dem Programm des Regionalsenders verbannt.
Lukas Wachten findet dazu deutliche Worte und findet das Argument der Kosteneinsparung vorgeschoben:
„Schämt Euch! Für Euer Missmanagement, für Euer untrügliches Gespür, genau die Dinge zu streichen, die für viele Menschen in diesen schwierigen Zeiten ein kleiner Lichtblick sind. Euren Auftrag, für den wir alle, die Euch sonst sowieso nicht mehr schauen, einen Haufen Kohle bezahlen, torpediert Ihr mit solchen Aktionen. Denn Karneval ist Kultur, auch wenn die wenigsten bei Euch das kapieren. Karneval ist die Identität einer Stadt, einer Region. Wirtschaftsfaktor und einziger Lichtblick in dunklen Zeiten. Bei Euch aber läuft Karneval gegen 0. Eine erbärmlich produzierte Proklamation, für die man sich als Kölner schämen muss, eine 11.11.-Sendung, bei der das neue „Studio“ wahrscheinlich so viel kostet, wie die gesamte Arkaden-Sendung (das alte Podest mitten im Volk war völlig ausreichend) und eine Hörfunk-Sitzung, von der Ihr selber sagt, wie wichtig sie für die Menschen ist. Das war`s.“
Der Beitrag wurde mittlerweile über 3.500 mal geteilt, hat über 800 fast ausschließlich zustimmende Kommentare und über 3.000 Reaktionen erhalten.
