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Neuer Redner für den Kölner Karneval? Khalid Bounouar räumt bei der KAJUJA ab

Der Kölner Karneval sucht seit Jahren nach neuen Rednertalenten. Beim traditionellen Vorstellabend der KAJUJA Köln könnte sich nun ein Kandidat präsentiert haben, von dem man in der kommenden Session noch einiges hören dürfte: Comedian Khalid Bounouar wagte den Schritt auf die Karnevalsbühne – und wurde zum Abräumer des Abends.

Rund 1.000 Gäste waren beim KAJUJA-Vorstellabend am 2. Oktober 2026 im Theater am Tanzbrunnen dabei. Bounouar wurde für seinen Auftritt mit stehenden Ovationen und Zugabe-Rufen gefeiert.

Vom Stand-up-Comedian in die Bütt

Ein völliger Neuling auf der Bühne ist Khalid Bounouar keineswegs. Der 36-Jährige ist seit Jahren als Stand-up-Comedian unterwegs, gehört zum Ensemble von RebellComedy und moderiert den Quatsch Comedy Club.

Neu ist dagegen sein Ausflug in den Sitzungskarneval.

Bounouar lebt in Aachen und hat marokkanisch-algerische Wurzeln. Bei seinem Auftritt verband er unterschiedliche kulturelle Hintergründe mit klassischem Rednerhumor und nahm dabei auch seine eigenen Erfahrungen auf die Schippe.

Gerade diese Mischung kam beim Publikum offenbar hervorragend an.

Guido Cantz und Martin Schopps machten ihm Mut

Dass Bounouar überhaupt den Weg auf die Karnevalsbühne eingeschlagen hat, hängt auch mit Gesprächen mit bekannten Kollegen zusammen.

Unter anderem habe er sich mit Guido Cantz und Martin Schopps über den Karneval unterhalten. Dabei sei auch die schwierige Situation beim Rednernachwuchs zur Sprache gekommen.

Während jedes Jahr neue Bands und Musiker in den Kölner Karneval drängen, sind neue Redner deutlich seltener geworden.

Bounouar möchte sich dieser Herausforderung stellen. Für ihn gehört die politische und gesellschaftliche Persiflage zur Tradition des Karnevals – und diese Tradition dürfe nicht verloren gehen.

KAJUJA als Sprungbrett für den Karneval

Der Vorstellabend der KAJUJA ist im Kölner Karneval seit vielen Jahren eine wichtige Bühne für neue Künstler.

Hier präsentieren sich Redner, Musiker, Bands und Tanzgruppen vor einem Publikum, zu dem auch zahlreiche Literaten und Verantwortliche von Karnevalsgesellschaften gehören.

Viele heute etablierte Künstler und Bands haben in der Vergangenheit Erfahrungen bei der KAJUJA gesammelt.

Ob Khalid Bounouar künftig häufiger bei den großen Kölner Sitzungen zu sehen sein wird, dürfte deshalb besonders spannend werden.

Nach der Reaktion beim Vorstellabend dürfte er sich jedenfalls bei einigen Literaten auf den Notizzettel gespielt haben.

Auch „Eva singt“ und Favorit überzeugen

Bounouar war nicht der einzige Künstler, der beim Vorstellabend auf sich aufmerksam machte.

Für Aufmerksamkeit sorgte auch Eva Petzenhauser als „Eva singt“. Mit Gitarre und eigenen Liedern wie „Liebeslied“ und „Loss mer widder rusjonn“ überzeugte sie das Publikum.

Auch Philipp Godart sowie die Gruppe Favorit mit Fabian Pezl, Dennis Wurm und David Koska-Kuchejda kamen beim Publikum gut an.

Beim tänzerischen Nachwuchs präsentierte die KAJUJA gleich sechs Formationen: die Rheinmatrosen Minis, Kölsche Dillendöppcher, Rheinmatrosen, die Schlebuscher, Kölsche Harlequins und Echte Fründe.

Der vielleicht spannendste Name des Abends dürfte aber Khalid Bounouar gewesen sein. Jetzt wird sich zeigen, ob auf den gefeierten KAJUJA-Auftritt tatsächlich die ersten größeren Buchungen im Kölner Sitzungskarneval folgen.