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Neue Karnevalshalle auf dem Zanders-Areal: Stadt schafft Ersatz für gesperrte Säle

Für die kommende Karnevalssession gibt es in Bergisch Gladbach eine neue große Veranstaltungshalle. Die Stadt lässt die sogenannte Gohrsmühlen-Halle auf dem Zanders-Areal für den Fastelovend herrichten. Damit reagiert sie auf einen akuten Mangel an geeigneten Sälen für die Gesellschaften. 

Hintergrund sind gleich zwei Probleme: Die Aulen der Schulen stehen aus baurechtlichen Gründen weiterhin nicht für Veranstaltungen zur Verfügung. Gleichzeitig fällt die Alte Zentralwerkstatt auf dem Zanders-Areal, die in der vergangenen Session von vier Karnevalsgesellschaften genutzt wurde, wegen ihres Umbaus zum soziokulturellen Zentrum aus. 

Zwei Gesellschaften ziehen als Erste ein

Die Stadt will deshalb die Halle 1b, besser bekannt als Gohrsmühlen-Halle, mit eigenen Mitteln für Veranstaltungen ertüchtigen.

Zwei Karnevalsgesellschaften haben bereits konkrete Termine:

Die KG Alt Paffrath veranstaltet dort am 16. Januar 2027 ihre Große Kostümsitzung. Am 6. Februar folgt die „Nacht der Nächte“.

Dazwischen zieht die Grosse Bensberger KG ein. Sie plant für den 30. Januar 2027 ihre „Starthilfe Party“ in der Halle. 

Halle muss für den Karneval umgebaut werden

Ganz ohne Arbeiten kann die ehemalige Industriehalle allerdings nicht genutzt werden.

Nach Angaben von Stadtkämmerer Thore Eggert verfügt das Gebäude aufgrund seiner Lage am Rand des Zanders-Areals bereits über Strom und Wasser. Die notwendigen Arbeiten seien daher überschaubar.

Eine Herausforderung ist die enorme Größe der Halle. Sie muss für die Veranstaltungen sinnvoll unterteilt werden. Außerdem müssen die erforderlichen Brandschutzmaßnahmen umgesetzt werden. 

Völliges Neuland ist die Nutzung als Veranstaltungsort nicht. Bereits 2022 wurde die Halle für einen Kongress der Regionale 2025 umfangreich ausgestattet.

Kurze Session verschärft das Raumproblem

Besonders schwierig wird die Situation für die Gesellschaften durch die kurze Session 2026/27.

Viele Sitzungen und Partys konzentrieren sich auf wenige Wochen und finden entsprechend häufig gleichzeitig statt.

Zwar sind zahlreiche Gesellschaften in den Bergischen Löwen ausgewichen, dessen Kapazitäten reichen für sämtliche Veranstaltungen jedoch nicht aus. Deshalb hatte die Stadt zugesagt, nach Ersatzmöglichkeiten zu suchen. 

Die Gohrsmühlen-Halle soll diese Lücke nun zumindest teilweise schließen.

Weitere Veranstaltungen ausdrücklich möglich

Interessant ist die Entscheidung auch über die drei bereits angekündigten Karnevalsveranstaltungen hinaus.

Die Stadt will die große Halle grundsätzlich für weitere Veranstaltungen zur Verfügung stellen. Damit könnte sich auf dem ehemaligen Zanders-Gelände zumindest vorübergehend ein neuer Veranstaltungsort für den Bergisch Gladbacher Karneval entwickeln. 

Langfristig soll auch die derzeit im Umbau befindliche Alte Zentralwerkstatt wieder für Karnevalsveranstaltungen genutzt werden können.

Für die kurze Session 2026/27 heißt es zunächst aber:

Fastelovend in der Gohrsmühlen-Halle.