Nach dem verheerenden Brand im Haus Kreisch in Brühl wächst die Unterstützung aus der Karnevalsszene. Die KG Brühl-West hat jetzt einen Hilfsaufruf für die Betreiberin der traditionsreichen Gaststätte gestartet.
Damit gibt es eine wichtige neue Entwicklung nach dem Feuer, über das Jecke-News bereits berichtet hatte.
Das Haus Kreisch am Rodderweg wurde Mitte September durch einen Brand schwer beschädigt. Für den Brühler Karneval war das besonders bitter: Die Gaststätte ist nicht nur ein langjähriger Treffpunkt der Jecken, sondern auch Gründungs- und Vereinslokal der KG Brühl-West.
Nun wollen die Karnevalisten ihrer Vereinswirtin Jessica La Porta und ihrer Familie helfen.
KG Brühl-West startet Hilfsaufruf
Unter dem Motto „Gemeinsam für Jessica!“ bittet die KG um finanzielle Unterstützung.
Nach dem Brand steht die Betreiberin vor erheblichen wirtschaftlichen Folgen. Das Gebäude ist aufgrund der massiven Rauch- und Rußschäden vorerst nicht nutzbar.
Die KG macht deshalb öffentlich auf eine Möglichkeit aufmerksam, Jessica La Porta unmittelbar zu unterstützen.
Wichtig für mögliche Unterstützer: Das Geld wird nicht als Spende an die gemeinnützige Karnevalsgesellschaft gezahlt, sondern geht direkt an die betroffene Wirtin. Entsprechend können dafür keine Spendenbescheinigungen der KG ausgestellt werden.
Auch Rhingpirate wollen helfen
Unterstützung kommt ebenfalls aus der kölschen Musikszene.
Für die Rhingpirate ist das Haus Kreisch nach eigenen Angaben eine Art „Heimathafen“ und „zweites Wohnzimmer“.
Die Musiker erinnern daran, dass sie gemeinsam mit dem Haus bereits schwierige Zeiten überstanden haben. Während der Corona-Zeit mussten kreative Lösungen gefunden werden, beim Hochwasser im Juli 2021 waren das Haus und auch der gegenüberliegende Proberaum betroffen.
Nun soll auch diese Krise gemeinsam gemeistert werden.
Für die Zeit während der Sanierung seien bereits Ideen in Planung. Einzelheiten wurden bislang allerdings noch nicht genannt.
Haus Kreisch sollte Hofburg werden
Der Brand trifft die KG Brühl-West ausgerechnet vor einer ganz besonderen Session.
In der kommenden Karnevalssession stellt Brühl erstmals ein Damendreigestirn. Zwei der drei Tollitäten kommen aus den Reihen der KG Brühl-West.
Eigentlich sollte das Haus Kreisch dabei eine zentrale Rolle spielen und unter anderem als Hofburg des Dreigestirns dienen.
Daraus wird zunächst nichts.
Auch mehrere Veranstaltungen der Gesellschaft waren dort geplant. Die KG hat allerdings bereits angekündigt, ihre Termine stattfinden lassen zu wollen – gegebenenfalls an anderen Orten.
Ein besonderer Treffpunkt der Karnevalsszene
Die Bedeutung des Hauses reicht über den Brühler Karneval hinaus.
Über viele Jahre war das Haus Kreisch Treffpunkt für Karnevalisten und Veranstaltungsort des kölschen Talkformats „Loss mer schwade“.
Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten aus Karneval, Musik, Sport und dem öffentlichen Leben waren dort bereits zu Gast.
Nach dem Brand ist deshalb nicht nur eine Gaststätte geschlossen. Zumindest vorübergehend fehlt der rheinischen Karnevalsszene ein etablierter Treffpunkt.
Nun soll die Solidarität der Jecken dabei helfen, dass es für Jessica La Porta und das Haus Kreisch eine Zukunft gibt.
Quelle: KG Brühl-West / News Kölner Karneval
