Zwei der größten Bands der kölschen Musik machen gemeinsame Sache: Brings und Cat Ballou haben am Freitag, 4. September 2026, ihren gemeinsamen Song „Immer för immer“ veröffentlicht.
Was zunächst wie eine ungewöhnliche musikalische Zusammenarbeit klingt, wird in der kommenden Karnevalssession zu einem echten Novum: Beide Bands werden denselben Titel als ihren Sessionssong spielen.
Damit dürfte „Immer för immer“ in den kommenden Monaten ziemlich häufig in den Kölner Sälen und Kneipen zu hören sein.
Alles begann bei einem zufälligen Treffen
Die Geschichte hinter dem Song beginnt eher unspektakulär.
Peter Brings und Cat-Ballou-Keyboarder Dominik Schönenborn trafen sich im Frühjahr zufällig am Flughafen. Aus der klassischen Musiker-Idee „Wir müssen mal etwas zusammen machen“ wurde diesmal tatsächlich Realität.
Später lud Peter Brings die Musiker zu sich nach Hause ein. Bei sommerlichen Temperaturen wurde gegrillt, im Pool gebadet und natürlich auch gemeinsam Musik gemacht.
Gitarren kamen dazu – und aus dem gemeinsamen Abend entwickelte sich schließlich die Grundlage für „Immer för immer“.
Nur wenige Tage später ging es bereits ins Studio.
Zwei Generationen kölscher Musik
Gerade die unterschiedlichen Generationen machen die Zusammenarbeit besonders.
Brings blickt inzwischen auf mehr als drei Jahrzehnte Bandgeschichte zurück. Cat Ballou gehört zu einer jüngeren Generation kölscher Musiker, ist aber selbst längst seit mehr als 25 Jahren aktiv.
Viele Mitglieder von Cat Ballou sind inzwischen Väter, bei Brings gibt es bereits Großväter.
Genau dieser Austausch zwischen den Generationen spielt auch im Song eine wichtige Rolle.
Beide Bands erzählen aus ihrer jeweiligen Perspektive vom Leben, von Familie, Freundschaft, Köln und davon, was über Generationen hinweg bestehen bleibt.
Gemeinsame Botschaft für ein freies Köln
„Immer för immer“ soll allerdings mehr sein als eine gefühlvolle Köln-Hymne.
Beide Bands stehen seit Jahren öffentlich für Demokratie, Gleichberechtigung und gesellschaftliche Vielfalt ein. Auch diese Haltung findet sich im neuen Titel wieder.
Peter Brings machte bei der Vorstellung deutlich, dass es um ein Köln gehe, in dem Menschen frei leben und lieben können und jeder seinen Glauben leben darf.
Der gemeinsame Song wird damit auch zu einem Bekenntnis zu der offenen Stadt, die beide Bands musikalisch seit Jahren besingen.
Premiere im rappelvollen Lapidarium
Noch vor der offiziellen Veröffentlichung gab es für einige Fans eine besondere Premiere.
Am Mittwochabend standen Brings und Cat Ballou gemeinsam auf der kleinen Bühne des Lapidariums am Eigelstein.
Zehn Musiker drängten sich auf wenigen Quadratmetern, die Kneipe war rappelvoll und selbst vor dem Lokal versuchten Schaulustige, etwas vom Auftritt mitzubekommen.
Dabei wurde „Immer för immer“ erstmals gemeinsam live präsentiert.
Die Reaktionen waren eindeutig: Im Lapidarium wurde der Titel bereits als heißer Kandidat für die kommende „Loss mer singe“-Kneipentour gehandelt.
Ein Sessionssong für zwei Bands
Besonders spannend wird es ab dem 11.11.
Normalerweise zieht jede der großen kölschen Bands mit ihrem eigenen neuen Titel durch die Session. Diesmal werden Brings und Cat Ballou immer wieder denselben Song auf die Bühnen bringen.
Mal wird ihn Brings spielen, mal Cat Ballou – und bei besonderen Gelegenheiten möglicherweise beide gemeinsam.
Damit könnte „Immer för immer“ einen erheblichen Vorteil haben: Ein neuer Song bekommt gleich von zwei der bekanntesten Bands Kölns Rückenwind.
Ob daraus tatsächlich der Sessionshit 2026/27 wird, entscheiden am Ende die Jecken.
Die Voraussetzungen dafür könnten jedenfalls kaum besser sein.
