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Kölner Karneval: Stadtpolitik will geplante Kürzungen weitgehend zurücknehmen

Gute Nachrichten für den Kölner Karneval: Die ursprünglich vorgesehenen Kürzungen bei der städtischen Förderung sollen in wesentlichen Teilen zurückgenommen werden. Das Haushaltsbündnis aus Grünen, CDU und SPD hat am Donnerstag, 15. Oktober 2026, Änderungen am Doppelhaushalt 2027/2028 vorgestellt. Davon sollen insbesondere das Festkomitee Kölner Karneval, die Schull- un Veedelszöch und die Veedelszüge profitieren.

Mehr Geld für Festkomitee und Schull- un Veedelszöch

Noch im ursprünglichen Haushaltsentwurf der Stadtverwaltung waren deutliche Einschnitte bei der Karnevalsförderung vorgesehen. Nun haben sich die drei Ratsfraktionen darauf verständigt, einen Teil dieser Kürzungen rückgängig machen zu wollen.

Das Festkomitee Kölner Karneval soll rund 85.000 Euro zusätzlich erhalten. Zusammen mit den bereits im Verwaltungsentwurf vorgesehenen Mitteln würde die Förderung damit wieder bei etwa 245.000 Euro liegen und somit ungefähr das bisherige Niveau erreichen.

Auch für die Schull- un Veedelszöch ist eine Aufstockung geplant. Hier sollen 60.000 Euro zusätzlich bereitgestellt werden. Damit würde die Förderung wieder auf rund 80.000 Euro steigen.

Auch Veedelszüge und Geisterzug sollen profitieren

Für die Veedelszüge sind insgesamt 90.000 Euro vorgesehen, die gleichmäßig auf die neun Kölner Stadtbezirke verteilt werden sollen. Damit stünden rechnerisch 10.000 Euro je Stadtbezirk zur Verfügung.

Auch der Kölner Geisterzug soll wieder einen Zuschuss erhalten. Während die Stadtverwaltung in ihrem ursprünglichen Entwurf keine Förderung mehr vorgesehen hatte, wollen die Ratsfraktionen nun 2.030 Euro bereitstellen.

Gerade die Finanzierung kleinerer Karnevalszüge ist in Köln zunehmend schwierig. Steigende Kosten und organisatorische Anforderungen belasten die ehrenamtlichen Veranstalter. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass der traditionelle Dienstagszug in Zollstock 2027 ausfallen muss. Neben finanziellen Problemen fehlt es dort auch an ehrenamtlicher Unterstützung.

Entscheidung über den Haushalt steht noch aus

Die geplanten Änderungen sind allerdings noch kein endgültiger Beschluss. Über den Doppelhaushalt 2027/2028 muss der Kölner Stadtrat noch entscheiden.

Hintergrund der Sparmaßnahmen ist die angespannte Haushaltslage der Stadt. Für die kommenden beiden Jahre werden erhebliche Defizite erwartet. Das Bündnis aus Grünen, CDU und SPD will deshalb Mittel innerhalb des Haushalts umverteilen, um bestimmte Einrichtungen, Vereine und Veranstaltungen weiterhin unterstützen zu können.

Für den Kölner Karneval zeichnet sich damit zumindest bei den städtischen Zuschüssen eine deutliche Entlastung gegenüber den ursprünglichen Kürzungsplänen ab.