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Kostüme

Karnevalskostüme 2027: Diese Trends könnten die neue Session bestimmen

Die neue Karnevalssession rückt näher – und damit kommt spätestens wieder die Frage auf: Als was gehe ich dieses Jahr? Für die Session 2026/2027 zeichnen sich bereits einige Kostümtrends ab. Neben viel Glitzer und Metallic bleiben kreative Gruppenkostüme und kölsche Klassiker gefragt. Gleichzeitig könnten Zukunft, Weltraum und künstliche Intelligenz in Köln eine besonders große Rolle spielen.

Wir zeigen euch, welche Kostümideen in der kommenden Session das Zeug zum Trend haben.

1. Zukunft, Roboter und Weltraum

Dieser Trend passt 2027 besonders gut nach Köln. Das Sessionsmotto lautet:

„Morje es, wat do drus mähs!“

Das Festkomitee stellt damit die Zukunft in den Mittelpunkt der Session. Und daraus lässt sich jede Menge für ein Kostüm machen.

Astronauten, Aliens, Roboter, Cyborgs, Zukunftsmenschen oder komplette Gruppen als Mannschaft eines Raumschiffs – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Schon 2026 gehörten Weltraumkostüme zu den auffälligeren Trends. Metallic-Stoffe, Silber, leuchtende Accessoires und futuristische Outfits lassen sich zudem hervorragend miteinander kombinieren.

Für Köln könnte daraus 2027 einer der großen Kostümtrends werden.

2. KI wird zum Karnevalskostüm

Künstliche Intelligenz ist längst im Alltag angekommen. Warum also nicht auch im Fastelovend?

Bereits 2026 sorgte der Social-Media-Trend, sich selbst mit KI als verpackte Actionfigur darzustellen, für entsprechende Kostümideen.

2027 dürfte das Thema noch mehr Möglichkeiten bieten: als KI-Roboter, menschlicher Chatbot oder völlig überzeichnete Zukunftsversion der eigenen Person.

Besonders gut eignet sich das Thema für selbstgemachte Kostüme. Statt eines fertigen Outfits aus dem Laden kann jeder seine eigene Idee daraus entwickeln.

3. Glitzer und Metallic bleiben

Wer Pailletten liebt, muss sie noch lange nicht zurück in den Schrank hängen.

Bereits in der vergangenen Session berichteten Kölner Kostümhändler von einer starken Nachfrage nach Pailletten, glänzenden Stoffen und Metallic-Looks.

Und das Schöne daran: Der Look lässt sich praktisch mit jedem Thema kombinieren.

Cowgirl in Silber? Funktioniert.

Astronaut mit Glitzerjacke? Natürlich.

Funkelnder Clown? Sowieso.

Gerade hochwertige und individuell zusammengestellte Kostüme statt eines kompletten Standardkostüms von der Stange dürften weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

4. Gruppenkostüme werden immer kreativer

Gemeinsam verkleiden macht im Karneval einfach mehr Spaß – und Gruppenkostüme bleiben deshalb ein Dauertrend.

Dabei muss längst nicht mehr jeder exakt dasselbe tragen.

Eine Gruppe kann beispielsweise ein gemeinsames Oberthema wählen und jedes Mitglied interpretiert es anders.

Ideen für 2027:

Weltraum-Crew, verschiedene Jahrzehnte, kölsche Originale, Zirkusensemble, Märchenfiguren, Spielkarten, Emojis oder eine komplette Zukunftsstadt.

Gerade selbst entworfene Gruppenkostüme haben außerdem einen Vorteil: Die Wahrscheinlichkeit, an Weiberfastnacht noch zehn identische Gruppen zu treffen, sinkt erheblich.

5. Retro: Die 70er, 80er und 90er bleiben

Manche Trends verschwinden einfach nicht – und Retro gehört dazu.

Schlaghosen und Disco-Look der 70er, Neonfarben und Trainingsanzüge der 80er oder Techno-, Raver- und Poplooks der 90er bieten einen nahezu unerschöpflichen Kostümfundus.

Viele Teile lassen sich sogar im eigenen Kleiderschrank, bei Eltern oder Großeltern oder günstig Secondhand finden.

Damit ist Retro nicht nur bunt, sondern kann auch eine vergleichsweise nachhaltige Kostümidee sein.

6. Serien, Filme und Popkultur

Was im Kino, bei Streamingdiensten oder auf Social Media erfolgreich ist, landet traditionell irgendwann auch im Karneval.

2026 waren beispielsweise Figuren aus „Wicked“ und „Squid Game“ sichtbar. Auch Musikstars und andere bekannte Figuren der Popkultur dienen regelmäßig als Vorlage.

Welche Figur im Februar 2027 tatsächlich überall durch Köln läuft, dürfte sich allerdings erst in den kommenden Monaten entscheiden.

Denn der nächste virale Film, Song oder Internettrend kann innerhalb weniger Wochen ein völlig neues Trendkostüm hervorbringen.

7. Fantasy geht immer

Feen, Hexen, Einhörner, Meerjungfrauen und andere Fantasiewesen gehören weiterhin zu den beliebtesten Verkleidungen.

Der Trend geht dabei weg vom einfachen Komplettkostüm und stärker hin zur individuellen Interpretation.

Glitzer-Make-up, ausgefallene Kopfbedeckungen, selbstgebastelte Accessoires und ungewöhnliche Farbkombinationen machen aus einem klassischen Thema ein eigenes Kostüm.

Und auch hier passt Metallic hervorragend zur Session 2027.

8. Kölsche Klassiker bleiben unschlagbar

Natürlich muss nicht jeder Jeck einem Trend hinterherlaufen.

In Köln funktionieren Rut un Wiess wahrscheinlich auch noch in hundert Jahren.

Ringelshirts, Clowns, kölsche Originale und fantasievolle Kostüme in den Stadtfarben gehören zum Straßenbild des Fastelovends.

Gerade einfache rot-weiße Kleidungsstücke lassen sich jedes Jahr neu kombinieren.

Ein paar selbstgemachte Accessoires dazu – fertig ist ein Kostüm, das sofort nach Köln aussieht.

9. Der persönliche Insider statt Kostüm von der Stange

Einer der spannendsten Trends ist eigentlich gar kein bestimmtes Kostüm: Das Kostüm wird persönlicher.

Ein Insider aus dem Freundeskreis, ein lokales Ereignis, ein Internet-Meme oder ein Wortspiel kann zur Verkleidung werden.

Gerade im Kölner Straßenkarneval funktionieren solche Kostüme besonders gut, weil andere Jecke erst einmal überlegen müssen, was dahintersteckt.

Und manchmal ist genau das der beste Gesprächseinstieg.

10. Secondhand und Kostümkiste statt jedes Jahr neu kaufen

Nicht jeder Trend muss neu gekauft werden.

Kostümteile weiterzugeben, auf Secondhandbörsen zu kaufen oder ältere Verkleidungen neu zusammenzustellen, wird zunehmend interessanter.

Aus dem alten Astronauten wird mit ein paar zusätzlichen Teilen der Zukunftsjeck. Die alte Paillettenjacke funktioniert plötzlich als Disco-Outfit – und ein rot-weißes Kostüm lässt sich ohnehin fast jedes Jahr wiederverwenden.

Das spart Geld und sorgt häufig sogar für individuellere Kostüme.

Und was wird DAS Kostüm 2027?

Dafür ist es im September noch zu früh.

Viele große Karnevalstrends entstehen erst wenige Wochen vor Weiberfastnacht durch Filme, Musik, Social Media oder ein aktuelles Ereignis.

Einige Kandidaten stehen aber bereits fest: Zukunft, Weltraum, Metallic, Glitzer, kreative Gruppenkostüme, Retro und individuell zusammengestellte Outfits dürften uns in der Session 2026/2027 häufig begegnen.

Und mit dem Kölner Sessionsmotto „Morje es, wat do drus mähs!“ gibt es in diesem Jahr sogar einen perfekten Grund, beim Kostüm einmal einen Blick in die Zukunft zu wagen.

Denn am Ende gilt beim Fastelovend sowieso:

Das beste Kostüm ist das, auf das sonst keiner gekommen ist.