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Musik

„Et Klimpermännche“ wird 60: Thomas Cüpper feiert gleich mehrere Jubiläen

Ein kölsches Original hat allen Grund zum Feiern: Thomas Cüpper, im Karneval seit Jahrzehnten als „Et Klimpermännche“ bekannt, wird am 9. September 2026 60 Jahre alt.

Doch der runde Geburtstag ist für den Krätzjessänger, Musiker und Büttenredner nur einer von gleich mehreren persönlichen Meilensteinen.

Seit rund drei Jahrzehnten gehört Cüpper fest zu den Bühnen des Kölner und rheinischen Karnevals. Und auch privat gibt es 2026 ein Jubiläum: Im Oktober feiern Thomas und seine Frau Cerstin ihren 30. kirchlichen Hochzeitstag.

Am 17. September wird deshalb im Rheinforum Wesseling musikalisch gefeiert.

Schon als Kind saß Cüpper am Akkordeon

Die Musik begleitet Thomas Cüpper praktisch sein ganzes Leben.

Geboren wurde er am 9. September 1966 in Bensberg-Herkenrath. Bereits als Kind begann er mit Musikunterricht und lernte zunächst Akkordeon, später auch Orgel.

Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte er bereits 1974 bei einem Schulfest.

Vier Jahre später folgte der erste karnevalistische Einsatz: Bei einer Sitzung der katholischen Frauengemeinschaft in Bergisch Gladbach-Herkenrath sorgte der damals gerade einmal Zwölfjährige an der elektrischen Orgel für die Musik.

Seit 1990 trat Cüpper schließlich als kölscher Krätzjessänger auf.

Als Prinz heiratete er seine Cerstin

Eine ganz besondere Session erlebte Cüpper 1995/96.

Damals stand er als Prinz Thomas II. an der Spitze des Bergisch Gladbacher Dreigestirns.

Und selbst seine Hochzeit bekam dadurch eine ziemlich jecke Note.

Am Karnevalsfreitag, 16. Februar 1996, heiratete Prinz Thomas seine langjährige Freundin Cerstin standesamtlich in Bergisch Gladbach.

Die kirchliche Hochzeit folgte am 26. Oktober desselben Jahres in Paffrath.

Damit können Thomas und Cerstin Cüpper 2026 neben seinem 60. Geburtstag auch auf 30 Ehejahre zurückblicken.

Dann eroberte das Klimpermännche Köln

Seinen entscheidenden Schritt in den großen Kölner Sitzungskarneval machte Cüpper wenig später.

1997 wurde er vom Festkomitee Kölner Karneval für den Sitzungskarneval zugelassen.

Es folgten Auftritte bei großen Veranstaltungen und in den bekannten Sälen der Stadt. Anfang 1999 stand er sowohl bei der Prinzenproklamation als auch bei der WDR-Rundfunksitzung im Gürzenich auf der Bühne.

Damit begann eine Karriere, die ihn schließlich zu einem der bekanntesten Solisten des traditionellen Fastelovends machte.

Ein Bewahrer des alten kölschen Liedguts

Während sich die Musik im Karneval in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert hat, blieb Cüpper seinem Stil treu.

Mit Akkordeon, Krätzjer, Verzällcher und seiner charakteristischen Stimme hält er eine Form der kölschen Unterhaltung lebendig, die auf den großen Bühnen inzwischen deutlich seltener geworden ist.

Eine besondere Rolle spielen dabei die Lieder von Willi Ostermann.

Cüpper gilt als einer der renommiertesten Interpreten des legendären Kölner Liedermachers. Daneben schreibt und komponiert er eigene Stücke und verbindet Musik mit humorvollen Geschichten aus dem kölschen Alltag.

Dabei funktioniert sein Programm längst nicht nur im Karneval.

Cüpper steht das ganze Jahr über auf der Bühne und war mit seinem Programm sogar bereits in der Lanxess-Arena zu erleben.

Eigene Hänneschen-Puppe als besondere Auszeichnung

Wie fest „Et Klimpermännche“ inzwischen zur kölschen Kultur gehört, zeigte sich 2021 auf eine ganz besondere Weise.

Das Hänneschen-Theater ehrte Thomas Cüpper mit einer eigenen Stockpuppe.

Auch zahlreiche weitere Auszeichnungen hat er im Laufe seiner Karriere erhalten. Bereits 2010 zeichnete ihn seine Heimatstadt Bergisch Gladbach für seine Verdienste mit der Goldenen Ehrennadel aus.

Im Kölner Karneval ist er zudem unter anderem mit der Ehrengarde verbunden.

Geburtstagskonzert „För et kölsche Hätz“

Seinen runden Geburtstag feiert Cüpper natürlich so, wie es zu einem Klimpermännche passt: musikalisch.

Am Donnerstag, 17. September 2026, steht er im Rheinforum Wesseling mit seinem Programm „För et kölsche Hätz – Kumm loss mer fiere…“ auf der Bühne.

Beginn ist um 20 Uhr.

Das Programm soll einen Querschnitt durch sein musikalisches Schaffen bieten: klassische Krätzjer, kölsche Lieder „met Hätz un Siel“, eigene Kompositionen und natürlich jede Menge Geschichten.

Tickets kosten regulär 17 Euro.

Und wer bei all den Jubiläen glauben sollte, Thomas Cüpper denke langsam ans Aufhören, dürfte sich täuschen.

Die Ankündigung seines Konzerts macht ziemlich deutlich, wohin die Reise gehen soll:

Der Blick geht nach vorne – denn ein Ende ist noch lange nicht in Sicht.